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zwei oder zwo? Sprechfunk im Sichtflug

von Norman Klennert
Einleitend zu dem folgenden Beitrag muss ich erst einige Wörter noch etwas erklären:

BZF 2 = Beschränkt Gültiges Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst in deutscher Sprache
Rufzeichen = Kennung eines Flugzeuges

Nachdem in unserem Verein wieder ein BZF II-Kurs abgehalten wurde, ergriffen alle Flugschüler die Chance und trugen sich für den Lehrgang ein. Den Lehrgang richtete Norbert Heering aus. Nach Abschluss der Segelflug Saison ging es los. Wir, die Flugschüler des SFC Hirzenhain und zwei weitere Teilnehmer aus Bottenhorn begannen im Oktober mit der Ausbildung. An den ersten vier Treffen machten wir nur Theorie, denn wir mussten ja wissen, um was es bei der ganzen Sache geht.

Nachdem wir fast die ganze Theorie geschafft hatten, ging es nun endlich ans Praktische – dem Sprechen bzw. Funken.

Wir, die heimische Gruppe, bestehend aus Tim, Florian, Christof und mir waren zuerst mit Sprechen an der Reihe. Nachdem sich jeder ein Rufzeichen, wie zum Beispiel D-EVIL oder D-EFNE, ausgesucht hatte, ging es endlich los. Jeder bekam auch noch die Sichtanflugkarte eines Flughafens

Norbert sagte uns, wie man einen Einleitungsanruf absetzt und da wir alle im Unterricht so gut aufgepasst hatten, ging fast alles gut.

Außer dieser einen Zahl:
Denn normal ist 2 = Zwei FALSCH, in der Luftfahrt aber ist 2 = Zwo und nicht Zwei, denn Zwei hört sich an wie Drei. Sonst klappte es eigentlich schon ganz gut.

Dann waren die „Auswärtigen“ an der Reihe. Sie bestanden aus Peter „Willi“, Kathrin, Thorsten und den beiden Bottenhornern, Manfred und Ulrich.

Nach einer gewissen Übungszeit rückte der Prüfungstermin unaufhaltsam näher.
Die Unterrichtsabende vergingen wie im Flug. Eine Woche vor der Prüfung musste Norbert leider ins Krankenhaus. Am Wochenende vor der Prüfung kam deshalb noch mal Karl, dessen Hilfe wir gut gebrauchen konnten. Karl, selbst 14 Jahre lang BZF-Prüfer gewesen, war genau der Mann, den wir suchten. Nachdem beide Gruppen zusammen mit Karl nochmal Theorie paukten, sagt er uns, wir sollten die Prüfung besser verschieben. Wir alle, bis auf die Bottenhorner, waren dafür. Da sich die Zwei auch schon Urlaub geholt hatten, machte Karl mit ihnen noch ein Schnelldurchlauf im Sprechen. In der Theorie waren die beiden echt fit. Karl gefiel das überhaupt nicht, aber naja, was will man machen.

Schon bald ging es Norbert wieder besser und er setzte sich geradewegs ans Telefon und verlegte für uns den Prüfungstermin um zwei Monate.Es vergingen die Tage mit Sprechen, aber auch die Theorie blieb nicht außen vor.

Die Prüfung

Als es dann soweit war, hatte ich richtig Schiss. Wir trafen uns bei Tim, dessen Vater hatte sich bereit erklärt, uns zu fahren. Wir fuhren also los und machten uns auf den weiten Weg nach Eschborn bei Frankfurt.

Als wir am Gebäude der Bundesnetzagentur standen, bekam ich noch mehr Schiss. Wir hatten noch gut eine halbe Stunde Zeit und ich verbrachte die Zeit damit, mir noch mal alles anzusehen.

Um 08.30 Uhr ging es endlich los und wir wurden in den Prüfungssaal gerufen, wo jeder Platz nahm. Wir waren mit noch 16 anderen Prüflingen im Saal. Es kam zuerst der schriftliche Teil, der aus 100 bunt zusammengewürfelten Fragen zum Thema Sprechfunk in der Luftfahrt bestand.

Wir hatten dafür genau eine Stunde Zeit. Wir alle wurden eigentlich recht schnell fertig. Nachdem der schriftliche Teil erledigt war, wurden wir in fünf Gruppen geteilt. Wir, das Team vom SFC, hatten eine Sechser-Gruppe. Peter hatte sich in die erste Gruppe geschlängelt. Mit dem mündlichen Teil waren wir um 11.45 Uhr an der Reihe. In der Zwischenzeit gingen wir ins benachbarte Möbelhaus und verbrachten dort die Zeit bis zur mündlichen Prüfung.
Nun war es soweit: Wir wurden in den Prüfungssaal gerufen. Peter hatte schon bestanden. Nun mussten Tim, Flo, Christof, Kathrin, Thorsten und ich sehen, dass wir das auch schaffen. Ich begann, den Einleitungsanruf abzusetzen und bekam Anweisungen, was ich zu tun habe. So erging es auch den anderen. Wir mussten einen Ab- und einen Anflug auf einen Flughafen machen.

Nachdem der Abflug geschafft war, machten wir uns mit den Karten des Zielflughafens vertraut. Als auch dies getan war, begann ich wieder, den Einleitungsanruf abzusetzen. Ich bekam wieder einige Anweisungen, die ich zu befolgen hatte. So erging es natürlich, wie könnte es anders sein, auch den Anderen.
Als wir fertig waren, hielten wir stolz unsere BZF II-Scheine in der Hand.

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