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Mein fünf-Stunden-Flug

von Norman Klennert
Am Samstag traf ich um 12:20 Uhr am Segelflugplatz Hirzenhain ein. Nach einigen Gesprächen mit Segelflugkollegen musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich doch schon zu spät war und viele Segelflugpiloten noch früher da waren und somit auch schon gestartet waren.

Also wartete ich ab, und nach einiger Zeit kam dann auch H.O. Er fragte, wo ich denn heute Morgen gewesen wäre… Es wäre doch richtiges 5-Stunden-Wetter.
Angestachelt vom Moment fuhr ich also zum Start und machte mir den Astir fertig. Nachdem nun auch der Flugleiter, Windenfahrer und alle anderen da waren, konnte es losgehen.
Doch nach 10 Minuten hatte mich die Erde wieder! Irgendwie bin ich in die falsche Richtung vorgeflogen und hatte kein Glück!
Nun ja – so verbrachte ich dann doch noch einen relativ schönen Tag am Flugplatz. Lukas, der etwas früher da war als ich, konnte das Wetter nutzen und seine 5 Stunden am Samstag fliegen.
Herzlichen Glückwunsch!
Nachdem Tim am Abend mit der LS4a landete und wir etwas plauderten sagte er, dass es morgen genauso wird oder noch besser, und dass er morgen DG 202 fliegen wolle. Ich sah meine Chance gekommen. Tim bot mir an, ich könnte seinen PDA für morgen bekommen. Ich willigte natürlich ein!

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Also trafen wir uns am Sonntag um 9:30 Uhr an der Bushaltestelle Ortsausgang und gingen von dort gemeinsam zum Flugplatz. Angekommen schauten wir erst mal im PcMet (ein spezielles Segelflugwetterprogramm), wie es heute werden soll. Wir waren doch sehr positiv überrascht. Ich nahm alles was man brauchte – sprich Pissbeutel, PDA, Äpfel und – ganz wichtig – etwas zum Trinken mit.

Um 11:30 Uhr ging es dann los, ich hing mich anfangs an Tim, der in der DG202 saß, um hoch zu kommen. Danach ging es dann aber allein weiter Richtung Gladenbach und wieder zurück zum Platz. Weiter ging’s nun Richtung Dillenburg und Herborn. Im Laufe des Tages stieg die Basis von anfangs 1200m auf ca. 1800m. An diesem Tag war mit erhöhtem Flugbetrieb zu rechnen. So konnte man den ein oder anderen Thermikbart mit anderen Flugzeugen gemeinsam ausnutzen.

An solchen Tagen konnte man gut beobachten, wie viele Segelflugzeuge schon mit dem Antikollisionssystem FLARM© ausgerüstet sind. Trotzdem sollte man die übliche Luftraumbeobachtung nicht vergessen bzw vernachlässigen.

Nach ca 4h 40 min machte sich meine zweite Batterie bemerkbar. Auch sie war nun fast leer. Aber sie hat zum Glück dann doch noch 25 min. gehalten und ich konnte die letzten 20 Minuten meines langersehnten 5-Stunden-Fluges genießen!

Nach letztendlich 5h 06min und 109km hatte mich die Erde dann wieder! Ein sehr schönes Erlebnis, wie ich im Endeffekt sagen kann.

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