Suche
Suche Menü

Marburg Open 2011 – Platz 2 in der Doppelsitzerklasse

artikelMO

Achim Bieber und Gerhard Hermann nahmen mit unserem Arcus an der Marburg Open teil. Am Pfingstsamstag begann der erste Wertungstag am Morgen mit ein paar Regenschauern. Aber das Wetter wurde besser als gedacht. Beim Briefing gegen 10:00 Uhr wurden die Aufgaben bekannt gegeben. 2011_06_17_MO_pan2.jpg (506 Downloads) Achtung längere Ladezeit möglich!

Für die DoSi-Klasse ging es am ersten Wertungstag von Marburg aus nach Dierdorf-Wienau – Bad Berleburg Bahnhof – Bad Wildungen und zurück nach Marburg (250,1 km). Eigentlich wollten wir aufgrund der sich ergebenden Wetterbesserung einen späteren Abflug wählen, entschieden uns aber dann doch anders Grund war eine sehr schön ausgeprägte Wolkenstraße auf dem ersten Schenkel. Bei Steigwerten zwischen 2-3 m/s hatten wir schnell den ersten Wendepunkt erreicht. Nach einem durchwachsenen zweiten Abschnitt konnten wir in einem guten Aufwind hinter Bad Berleburg auf 2100m MSL steigen und hatten dann noch 80km vor uns. Einer schönen Aufreihung folgend ging der Rest der Strecke dann geradeaus in 28min. bis zum Ziel. Den Tag konnten wir mit dem Tagessieg und einem Schnitt von 105km/h für uns verbuchen.

Der zweite Wertungstag begann beim ersten Briefing sehr optimistisch, war doch die Tagsaufgabe auf 350km gesetzt. Das Wetter war dann am Vormittag etwas breitgelaufen wodurch die Tagesaufgabe für alle Klassen verkleinert wurde. Für die DoSi-Klasse ging es heute von Marburg aus zuerst nach Bottenhorn, anschließend nach Mengeringhausen – Bebra Bahnhof – Haina Hohes Lohr und zurück nach Marburg (246,7 km). Auch hier zeigte der Arcus wieder was in ihm steckt. Schon auf den ersten 30km konnten wir unseren Verfolgern, Matthias und Karl Heinz Fuchs aus Bottenhorn, fast 200 Höhenmeter abnehmen. Es gelang uns diesen Vorsprung dann über die ganze Strecke auszubauen. Dann waren wir aber zu optimistisch und mussten im Endanflug noch einmal 6 min. kurbeln um die erforderliche Höhe zu erreichen.  Trotzdem reichte es zum zweiten Tagessieg mit einem Schnitt von 114km/h und deutlichem Vorsprung aus.

Am dritten Wertungstag wurden die DoSi’s von Marburg aus nach Dornburg Frickenhoffen Bf (Nähe Limburg) – Rimberg TV – Haina Hohes Lohr und wieder zurück nach Marburg geschickt (236,6 km/h). Gegen Mittag sah das Wetter eigentlich ganz gut  und die Freigabe für den Abflug erfolgte für die DoSi- Klasse gegen ca. 14:25 Uhr. Ziemlich gut liefen die ersten Kilometer aber eine hohe Schichtbewölkung aus Westen ließ die Thermik auf dem Westerwald schon deutlich schwächer werden. Beim Abflug hatten wir noch 3,0 m/s und in der Nähe von Limburg war man schon mit 1,0 m/s zufrieden. Von dort aus ging es bis über Gießen dann auch noch ganz ordentlich aber dann wurde es schwierig. Keine Sonne mehr und vor uns alles Grau in Grau. Und doch war noch ein wenig Steigen zu finden, das uns von unseren Mitstreitern durch ein paar kurbelnden DUOS angezeigt wurde. Vom Rimberg aus direkt zum Hohen Lohr zu fliegen schien uns aussichtslos und so flogen wir mit drei Flugzeugen gemeinsam Richtung Marburg. Da war es etwas heller und wir fanden dann tatsächlich auch noch einen Aufwind der uns hoch genug brachte, das Hohe Lohr zu umrunden und die gestellte Aufgabe zu beenden. Vier Flugzeuge aus unserer Klasse schafften an diesem Tag die Aufgabe und wir konnten unseren dritten Tagessieg in Folge verbuchen.

Der vierte und letzte Wertungstag. Die Tagesaufgabe für die DoSi- Klasse ging heute von Marburg aus nach Schloss Weilburg – Bad Salzungen – Bad Wildungen Au und zurück nach Marburg (308 km). Irgendwie lief der ganze Flug bescheiden. Auf dem zweiten Abschnitt flogen wir zu weit südlich vom Kurs und kamen dabei unweigerlich in die Leezone des Vogelsberges. Fast eine Stunde lang quälten wir uns von Aufwind zu Aufwind und kamen nur langsam vorwärts. Die eingeflossene Südströmung brachte dann auch eine großflächige Abschirmung mit sich. Nach der letzten Wende stiegen wir dann in einen 1,8 m/s Bart ein und kurbelten mit einigen Standardklasse Flugzeugen. Wir lagen wieder vorne an dem Tag, in der Gesamtwertung sowieso und hätten alle Zeit der Welt gehabt den Tag wieder als Sieger abzuschließen. Für 33km konnten wir 1100m Höhe verbrauchen – das sollte reichen und wir stiegen aus dem Bart aus! (Wie kann man nur so blöd sein…) Es reichte nicht, eine ganz schlechte Spur ließ unsere Höhe schnell dahin schmelzen und wir entschieden uns dann 6km vor Marburg unseren Turbo zu zünden. Etwas später landeten die 5 Flieger der Standardklasse… Als Tages Siebter verloren wir 340 Punkte und damit den Gesamtsieg. DY mit Karl Heinz und Matthias Fuchs wurden Tagessieger und damit auch Gesamtsieger in der DoSi Klasse. Herzlichen Glückwunsch auf die andere Turmseite.

Während des Wettbewerbes hat Werner Meuser (Wettbewerbsleiter & Segelflugweltmeister) beim Briefing die vier Grundregeln für einen Wettbewerb erläutert.

1. Der Wettbewerb wird nicht am ersten Tag gewonnen. (stimmt)

2. Das Saufen hört am Erdboden auf. (nach einem vergurkten Tag fängt es da erst an)

3. Wo man hingucken kann, da kann man auch hinfliegen. (stimmt wohl nur in der offenen Klasse)

4. Der Wind kann nicht durch den Berg blasen. ( so tief waren wir diesmal nicht…)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.