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Tim ereicht gute Platzierungen bei der Marburg Open

Die Marburg Open 2011  begannen für mich bereits am Donnerstag, da der Discus nach einem Motorschaden noch in Stuttgart im Schempp-Hirth Werk stand. Naja nichts desto trotz sind mein Vater und ich runtergefahren und haben das gute Stück geholt.

1. Wertungstag, Samstag 10.06.2011

Bei Regen sind Buschi, Armin und ich wach geworden. Naja, was heißt wach geworden. Wir sind jeden Morgen, egal ob es geregnet hat und selbst wenn es geschneit hätte, um 8 Uhr in der früh durch laute Geräusche geweckt worden, die ein anderer wahrscheinlich für Musik gehalten hätte.Wieder zurück zu Samstag, die Wettbewerbsleitung war vorsichtig optimistisch und hatte für die 18m-Klasse 275km ausgeschrieben. Das Wetter entwickelte sich gut und fast alle konnten die Aufgabe beenden. Ein klasse Tag, nur leider musste ich feststellen, dass so ein Ventus doch ordentlich „geht“. Und so hatte ich öfter das Nachsehen.

2. Wertungstag, Sonntag 11.06.2011

Auch hier, so war sich die Wettbewerbsleitung  zu Anfangs, noch sicher: Es gibt einen guten Tag! Auf dem Aufgabenzettel standen 400km. Kurzer Blick in den Himmel. Ungläubiger Blick auf das Aufgabenblatt: Es war abgeschirmt. Und nach langem Warten so ungefähr bis um 13:00  Uhr wurden dann die ersten Flugzeuge raus geschleppt. Der Flug dann war recht genial. Zuerst ging es nach Weilburg dann rauf ins Sauerland. Und über Wolfhagen Granerberg wieder zurück nach Marburg. Irgendwann im Sauerland stieß ich auf Jan Weiß aus Breitscheid und wir beschlossen, im Team die Strecke weiter zufliegen. Beschlossen ist gut ausgedrückt!  Sagen wir, wir sind zusammen weiter geflogen. Es hat aber sehr gut geklappt. Bis ich einen Bart deutlich besser bekommen habe und 500m höher war als Jan. Der restliche Weg bereitete uns Beiden aber keine Probleme mehr.

Zu Montag ist nicht viel zu sagen: Neutralisiert! Ich weiß auch gar nicht mehr so genau was wir gemacht haben. Ich denke es hatte was mit DVDs gucken und Schlafen zutun, Urlaub eben 🙂

3. Wertungstag, Dienstag 13.06.2011

Ab da war‘s vorbei mit dem Rumkommen, zumindest für mich. Das Gute an dem Tag war allerdings das ich mein Fliegerchen voll Wasser hatte, die anderen aber nicht. So konnte ich dann ganz entspannt mit den besseren Fliegern mit  halten. Auch im Steigen, was mich umso mehr erstaunte.Zu guter Letzt musste ich dann aber doch noch meine Huckepack Thermik auspacken. Und so habe ich die Leute am Boden mit Mofa ähnlichen Geräuschen geärgert. Will heißen ich habe die Aufgabe nicht beenden können, und musste den Motor zünden.

Mittwoch und Donnerstag: Buschi und Armin sind nach Hause gefahren. Der eine Arbeiten und der andere… Keine Ahnung was Buschi so alleine zuhause macht. Aber Kathrin war ja noch da. Also sind wir erst mal ins Schwimmbad und in den Botanischen Garten gegangen. Was uns später noch zum Verhängniss werden sollte.

4. Wertungstag, Freitag 16.06.2011

360km Aufgabe. Wettervorhersagen gecheckt. Ja, könnte gehen. Vor dem Flug haben Jan und ich dann auch noch die Frequenzen für den Funk ausgetauscht und da konnte es los gehen. Wir sind dann auch die ganze Zeit, bis zuletzt zusammen geflogen. Zuletzt heißt Vorletzter Wendepunkt, Jan ist außen gelandet und ich hab den Motor gezündet. Auf dem Enanflug bekam ich so ein ungutes Gefühl, konnte mich kaum konzentrieren, die Nase war zu. Nun denn, trotzdem sicher gelandet. Aber als Buschi und ich den Flieger für die Nacht fertig machten ging es richtig los: Höllische Kopfschmerzen, Schwindel, ich konnte kaum noch was sehen. Und wer ahnt es? Ich hatte Grippe. Buschi und ich sind dann für die Nacht nachhause gefahren. Und ich glaube so eine schlimme Nacht hatte ich noch nie. Ich konnte kaum schlafen, meine Nase war ständig am laufen. Und wenn es hart gekommen wäre hätte ich mich entscheiden müssen ob ich am Samstag noch fliege oder nicht.

Samstag: Wieder zurück in Marburg. Ich glaube, dass war der einzige Wettbewerbstag wo ich mir gewünscht habe, nicht zu fliegen. Und ich hatte echt verdammt Glück: Es wurde neutralisiert. Also nichts wie in den Wohnwagen und pennen. Unsere Grippewelle ging aber weiter. Kathrin hatte ich auch schon angesteckt. Wir mussten allerdings noch den Wohnwagen aufräumen, leere Flaschen weg bringen, und den Flieger abrüsten.  Genau weiß ich nicht mehr wie wir das geschafft haben. Aber es scheint alles funktioniert zu haben.Und Ihr glaubt gar nicht wie froh ich war als ich endlich in mein schönes warmes Bett fallen konnte und die nächsten Tage noch entspannen konnte. Hab ich gedacht, aber Kathrin war auch noch da: Als es mir besser ging hatte Kathrin dann richtig die Grippe. Und wollte umsorgt werden….

 von Tim Schneider

 

Anm. Tim hat als jüngster Teilnehmer in der 18m Klasse einen hervorragenden 7. Gesamtplatz belegt! Leute vor ihm waren zwar schon mal im Weltraum, dafür hat Tim noch keine grauen Haare 🙂

 

 

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