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Besuch beim DLR

Ganz schoen gross

Ausflug zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum nach Göttingen am 04.03.2011.

Freitagmorgen haben Jörg, Katharina, Alice, Tim, Lukas, Tobi, Willi und ich uns mit einer tollen Gruppe unserer Fliegerkollegen aus Bottenhorn auf den Weg nach Göttingen gemacht um uns, ganz im Sinne unseres heißgeliebten Hobbies, etwas weiterzubilden. Organisiert wurde das Ganze von Jan Köhnke, vielen vielen Dank noch mal an dieser Stelle!
In Göttingen angekommen haben wir uns erst mal in 2 Gruppen aufgeteilt und konnten am Vormittag, dank zwei sehr netter Begleiter, einen kleinen Einblick in die Arbeit des DLR gewinnen.
Unsere Hihai-Gruppe begann den Rundgang beim „Hochenthalpiekanal Göttingen“ (HEG). Mit dieser beeindruckenden Anlage werden hypersonische Strömungen untersucht und verschiedene Tests durchgeführt von Mach 6 über Mach 8 bis hin zum Verhalten von Spaceshuttles beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

HEG
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Anschließend konnten wir uns eine 3D Simulation ansehen, bei der eine neue Halle vorgestellt wurde. In der Halle soll eine Maschine gebaut werden, mit deren Hilfe die DLR Strahlentriebwerksschaufeln von Rolls Royce testet.
Danach wurden wir in der Werkstatt herum geführt, wo die entsprechenden Zubehörteile für die Maschinen hergestellt werden. Weiter im Programm ging es dann in dem DLR School Lab mit der ganzen Truppe, wo uns mit einer tollen Power Point Präsentation ein Überblick über die DLR verschafft wurde. Dann wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Experimente im School Lab auszuprobieren.
An der ersten Station wurden Kräfte am Flugzeug untersucht und eine eigene Lilienthalpolare aufgestellt. Dafür wurde mit einem kleinen Modellflugzeug experimentiert, das im Kreis um die Station geflogen ist. Einer hat die Geschwindigkeit eingestellt, ein anderer hat diese kontrolliert der Rest hat die Kräfte abgelesen und eingetragen.
Die zweite Station war ein Plandtl’scher Wasserumlaufkanal und ein Seifenfilmkanal. Das Ziel von beiden Kanälen war das Sichtbarmachen von Strömungen bzw. die Druckverteilung an Körpern. Beim Plandtl’scher Wasserumlaufkanal wurde ein Körper in die Mitte des Beckens gestellt, dann haben wir das Wasser in Bewegung gebracht und mit Hilfe von Aluminiumpulver konnten wir die Strömungen um den Körper gut beobachten, natürlich haben wir als erstes ein Flügelprofil ausprobiert und auch verschiedene Anstellwinkel getestet. Der Seifenfilmkanal hatte eine ähnliche Funktion, dort wurde das Modell, unter anderem wieder Flügelprofil, zwischen zwei mit Seifenlauge bewässerte Fäden gespannt. Durch die Lichtbrechung auf der seifenblasenähnlichen Oberfläche konnte man die Druckverteilung sichtbarmachen.
An der Flatterversuchsstation wurden das Verhalten eines kleinen Tragflügelmodells sowie dessen Ruder im Wind getestet. Man konnte beobachten bei wie viel Wind die Tragflügel angefangen haben zu flattern.
Eine besonders beeindruckende Station war der Windkanal. Zum einen konnten wir einen stillgelegten Windkanal von innen begutachten und dessen Funktion und Komponenten wunderbar in einem Modell erklären und zusammenstellen. In dem Modularen Windkanal haben wir dann anschließen Wind mit einem Ventilator erzeugt und diesen dann gleichgerichtet. Mit Hilfe von Rauch konnte man dann wieder prima die Strömungen um verschiedene Körper beobachten, natürlich war auch wieder unser Flügelprofil dabei.
Zum Abschluss durften wir eines der Forschungsflugzeuge der DLR von innen und außen bestaunen, die Dornier Do 728. In diesem Flugzeug werden speziell mit Menschen und Dummys diverse Sachen getestet, als Beispiel, wie sich der Klimaanlagenluftstrom ausbreitet und auf verschiedene Sitzplätze bzw. Personen auswirkt.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Ausflug, es war zu keiner Zeit langweilig und wir haben durch eigenständiges experimentieren viel mitgenommen. Ein besonderes Lob an dieser Stelle auch an alle Betreuer von diesem Tag, die sich alle wunderbar und freundlich um uns gekümmert haben und jederzeit für unsere Fragen zur Verfügung standen.
Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und uns bleibt nur zu sagen, dass sich ein Besuch beim DLR auf jeden Fall lohnt!

von Kathrin Sommer


 

 

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