Suche
Suche Menü

Allgäuer Segelflugwoche in Füssen (Teil 2)

20120526_131611

von Jörg Klingauf

Für den Samstag war dann aber gutes Streckenflugwetter für den Alpenraum angesagt und so wurde von Zielen wie Niederöblarn, Trieben, Samedan usw. gesprochen. Markus und ich wollten und am nördlichen Alpenrand mal mindestens bis zum Achensee und je nach Wetteroptik und Zeitplan weiter Richtung Zell am See vorwagen. Gewendet haben wir dann, nachdem wir nur einmal kurz hinter St. Johann etwas tiefer waren, direkt vor der Dachstein Südwand, über der Ramsau, querab Schladming. Das Stadion für die Ski-WM 2013 sieht aus der Höhe fast fertig aus! Auch der Rückweg über den Pinzgauer Spaziergang mit einer spannenden Inntalquerung rüber zum Achensee, verlief weitestgehend entspannend. Für uns war es ein toller Flug, der uns einen großen Teil des folgenden 1. WT schon mal gezeigt hat.

Bilder vom 26.05.2012

Am Sonntag, 27.05.12, startet der Wettbewerb mit einer “normalen“ Racing Task (RT), also eine vorgegebene Aufgabe um festgelegte Wendepunkte. Die Aufgabe für uns Einsteiger geht ab Füssen nach Geitau, dann fast die gleiche Linie zurück, etwas über Füssen hinaus bis nach Agathazell und von dort zur Ziellinie nach Füssen einen kurzen letzten Schenkel. Unser Motto, oben dran bleiben und erst mal nur rum kommen stellte sich am Ende als richtig und auch noch schnell genug heraus. Hier hat uns der Arcus die Sache leicht gemacht. Tageswertung.

Montag, 28.06.12, 2. Wertungstag (WT) mit abbauendem Wetter in den Bergen, so dass uns die Wettbewerbsleitung in Richtung Alb mit einer Asigned Area Task (AAT)auf die Reise schickt. Wir geben den zweiten Sektor nicht als ATT Sektor mit 1 km Radius ein sondern programmieren diesen als normalen WP einer RT. Damit haben wir uns schon mal vorab ein Problem kreiert, das uns am Ende des Tages einige Punkte kosten sollte! Der Flug war aber unter ständig besser werdenden Bedingungen trotzdem schön und der Rückweg geradezu eine Freude. Ein Problem stellte die Entscheidung für den passenden Punkt im ersten und einzig großen AAT Sektor zum Rückweg zu fällen. Obwohl der Hinweg anfänglich zäh war und so die Berechnungen von SeeYou und LX sicher nicht passend sein konnten, entschieden wir noch 15 min weiter in den Sektor zu fliegen. Der Rückweg brachte dann noch bessere Bedingungen als wir erwartet hatten und so wollten wir unsere zu zeitige Ankunft in Füssen mit dem (falschen) Wendepunkt Pfronten ein wenig strecken…was deutlich (100 m) daneben ging! Ein Zugewinn an Erfahrung war der positive Effekt.

Dienstag, 29.06.12, 3. WT der trotz Versuch, ein schmales Wetterfenster zu nutzen, am Ende des Tages keine Wertung bringt. Trotzdem wird die Einsteigerklasse als “Versuchskaninchen“ gestartet und darf vor einer heranziehenden Gewitterfront versuchen oben zu bleiben. Bereits im Schlepp zeichnet sich ab, dass die gestellte Aufgabenstrecke geradewegs in die Richtung der sich bereits bedrohlich darstellenden Front im Voralpenraum führt. Es kam dann, wie es kommen musste, Landung zwischen zwei Schauern und alles schnell ins Trockene bringen.

Wie es in Füssen weiter geht, wie der Wettbewerb ausgegangen ist und was es sonst noch an interessanten Dingen gab, wie mit einem ersten Versuch der Aspekt zur Flugsicherheit auf Wettbewerben angegangen wurde und sich die Atmosphäre des Wettbewerbes darstellte, möchte ich im 3. Teil noch beleuchten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.